Ersatzneubau BW 62 – Überführung A 95 München–Garmisch über die St 2370 bei Großweil
Im Zuge des Ausbaus der Autobahn A 95 München–Garmisch-Partenkirchen wurde das bestehende Bauwerk 62, das die Staatsstraße 2370 zwischen Großweil und Sindelsdorf überführt, vollständig erneuert. Der Ersatzneubau ersetzt das Bestandsbauwerk an gleicher Stelle durch eine moderne, dreifeldrige Spannbetonbrücke mit getrennten Überbauten.
Der neue Überbau wird als vorgespannte Vollplatte mit einer Bauhöhe von 85 cm ausgeführt. Im Bereich der Widerlager sind die Platten gevoutet und erreichen Dicken bis 1,40 m. Zum Einsatz kommt das Litzenspannsystem von Suspa DSI mit 18 Spannsträngen je Überbauplatte.
Der Ersatzneubau erfolgt in zwei Bauabschnitten – zunächst für die Richtungsfahrbahn München, anschließend für die Richtungsfahrbahn Garmisch-Partenkirchen. Während des Abbruchs der jeweiligen Bestandsbauwerke wird die Staatsstraße 2370 voll gesperrt. Die Baugruben werden über einen rückverankerten Verbau in der Mittellängsachse der A 95 hergestellt.
Besonderheiten
Die große Schiefwinkligkeit des Bauwerks mit einem Kreuzungswinkel von 54 gon erforderte ein besonderes Augenmerk auf die Spanngliedführung.
Zur Reduzierung der durch die Geometrie entstehenden Drillmomente wurden die äußeren drei Spannglieder am Plattenrand in den stumpfen Überbauecken (Achsen 10 und 40) gezielt nach oben geführt. Die aus der gewählten Spanngliedführung resultierenden Umlenkkräfte wirken sich günstig auf die z.T. abhebenden Lagerkräfte der Elastomerlager aus.


Bauherr
Die Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung Südbayern
Objekt- und Tragwerksplanung
Ingenieurbüro Puhla, Kaufering
Bauzeit
März 2024 – November 2025
Leistungen
Bautechnische Prüfung







